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Typ 22 oder Typ 33 bei Wärmepumpe: Der komplette Vergleich für 2026

Duschkopf entkalken: Welche Methode passt zu meiner Brause? Du liest Typ 22 oder Typ 33 bei Wärmepumpe: Der komplette Vergleich für 2026 9 Minuten

Die Entscheidung zwischen einem Plattenheizkörper Typ 22 und Typ 33 ist keine Nebensache der Badplanung, sondern ein zentraler Hebel für die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe. Während die Wärmepumpe selbst oft im Mittelpunkt der Diskussion steht, entscheidet die Heizfläche darüber, ob das System mit 35 °C, 45 °C oder 55 °C Vorlauftemperatur betrieben werden muss – und damit über die Jahresarbeitszahl (JAZ), den Stromverbrauch und die Heizkosten über die nächsten 20 Jahre. Die Kurzfassung für Eilige: Typ 33 liefert bei gleicher Baugröße rund 40 % mehr Wärmeleistung als Typ 22 und ist deshalb bei niedrigen Vorlauftemperaturen oft die technisch überlegene Wahl – aber nicht automatisch die wirtschaftlichste in jedem Raum. Dieser Artikel ordnet die technischen Grundlagen, die Leistungsdaten bei Wärmepumpen-Temperaturen, die Kosten und Fördermöglichkeiten 2026 sowie die Entscheidungskriterien für Hausbesitzer und Fachhandwerker ein.

Typ 22 und Typ 33 bei Wärmepumpe: Definition, Aufbau und technische Unterschiede

Die Typenbezeichnung von Plattenheizkörpern folgt einer klaren Systematik nach DIN EN 442: Die erste Ziffer steht für die Anzahl der wasserführenden Heizplatten, die zweite Ziffer für die Anzahl der Konvektor-Lamellenreihen zwischen den Platten. Typ 22 und Typ 33 sind damit keine Marketingbezeichnungen, sondern genormte Bauarten von Kompakt- bzw. Flachheizkörpern, die sich in Aufbau, Wärmeübertragungsfläche, Bautiefe, Wasserinhalt und thermischer Trägheit unterscheiden. Für die Auslegung einer Wärmepumpe ist diese Systematik entscheidend, weil sie direkt bestimmt, welche Wärmeleistung bei niedrigen Vorlauftemperaturen von 35 °C bis 45 °C noch verfügbar ist.

Typ 22 bei Wärmepumpe: Aufbau, Kennzahlen und Einsatzprofil

Ein Typ-22-Heizkörper – auch als Plattenheizkörper Typ 22 oder Kompaktheizkörper Typ 22 bezeichnet – besteht aus zwei Heizplatten und zwei Konvektor-Lamellenreihen. Die beiden wasserführenden Platten sind parallel verschaltet, die Lamellenreihen dazwischen vergrößern die Wärmeübertragungsfläche an der Raumluftseite. Die Bautiefe liegt typischerweise bei etwa 100 mm, das Wasserinhalt (Wärmeträgervolumen) bei einer Baugröße von 600 × 1000 mm je nach Hersteller bei rund 4 bis 6 Litern, das Gewicht bei etwa 25 bis 35 kg. Die Anschlüsse – in der Regel 4 × G ½ Zoll – sowie die Wandmontage und die Ventilgarnitur sind bei Typ 22 und Typ 33 identisch, sodass ein 1:1-Tausch ohne Änderung der Rohrleitungsführung möglich ist.

Die Normwärmeleistung eines Typ-22-Heizkörpers wird bei 75/65/20 °C (Vorlauf/Rücklauf/Raumtemperatur) nach DIN EN 442 angegeben. Bei einer Baugröße von 600 × 1000 mm liegt sie häufig bei rund 1.000 bis 1.200 Watt. Für die Wärmepumpe ist dieser Normwert jedoch nur begrenzt aussagekräftig: Bei 45/35/20 °C bleiben von der Normleistung nur noch etwa 38 bis 40 % übrig, bei 35/30/20 °C rund 27 %. Typ 22 ist deshalb vor allem in gut gedämmten Gebäuden, kleinen Räumen und bei Vorlauftemperaturen bis etwa 45 °C eine praxistaugliche Standardlösung – insbesondere dann, wenn die Heizlast des Raums niedrig ist und der hydraulische Abgleich sauber durchgeführt wird.

Typ 33 bei Wärmepumpe: Aufbau, Kennzahlen und Einsatzprofil

Ein Typ-33-Heizkörper – auch Plattenheizkörper Typ 33 oder Kompaktheizkörper Typ 33 genannt – besitzt drei Heizplatten und drei Konvektor-Lamellenreihen. Durch die dritte Platte und die zusätzliche Lamellenreihe vergrößert sich die Wärmeübertragungsfläche deutlich, ohne dass Breite und Höhe des Heizkörpers zunehmen. Die Bautiefe wächst auf etwa 155 mm, der Wasserinhalt liegt bei einer Baugröße von 600 × 1000 mm typischerweise bei 7 bis 10 Litern, das Gewicht bei etwa 40 bis 55 kg. Daraus resultiert eine höhere thermische Trägheit: Der Typ-33-Heizkörper erwärmt sich langsamer, speichert aber mehr Wärme und reagiert träger auf Vorlauftemperaturänderungen – ein Aspekt, der bei modulierenden Wärmepumpen mit niedrigen Systemtemperaturen meist unkritisch ist, bei sehr kurzen Takten jedoch berücksichtigt werden sollte.

Die Normwärmeleistung eines Typ-33-Heizkörpers liegt bei gleicher Baugröße (600 × 1000 mm) und 75/65/20 °C häufig bei rund 1.350 bis 1.450 Watt. Bei 45/35/20 °C bleiben davon etwa 520 bis 560 Watt übrig, bei 35/30/20 °C rund 370 Watt. Gegenüber Typ 22 bedeutet das bei identischer Frontfläche eine Mehrleistung von 30 bis 43 % – herstellerabhängig und abhängig vom Heizflächenexponenten, der bei klassischen Plattenheizkörpern zwischen 1,25 und 1,35 liegt. Genau diese Reserve macht Typ 33 für Wärmepumpen mit niedriger Vorlauftemperatur interessant: Er kann eine geringere Systemtemperatur eher ausgleichen und trägt damit zur Verbesserung der Jahresarbeitszahl (JAZ) und zur Senkung der Stromkosten bei.

Typ 22 vs. Typ 33: Technische Unterschiede im direkten Vergleich

Merkmal Typ 22 Typ 33
Heizplatten 2 3
Konvektor-Lamellenreihen 2 3
Bautiefe ca. 100 mm ca. 155 mm
Wasserinhalt (600 × 1000 mm) ca. 4–6 Liter ca. 7–10 Liter
Gewicht (600 × 1000 mm) ca. 25–35 kg ca. 40–55 kg
Normleistung bei 75/65/20 °C ca. 1.000–1.200 W ca. 1.350–1.450 W
Leistung bei 45/35/20 °C ca. 380–400 W ca. 520–560 W
Mehrleistung Typ 33 – +30–43 %
Thermische Trägheit geringer höher
Platzbedarf im Raum geringer größer (Bautiefe)
Typischer Einsatz bei Wärmepumpe gut gedämmte Gebäude, Vorlauf ≤ 45 °C hohe Heizlast, Vorlauf 40–50 °C, Reserve nötig

Warum die Vorlauftemperatur über Typ 22 oder Typ 33 bei Wärmepumpe entscheidet

Die Wärmeleistung eines Heizkörpers sinkt nicht linear, sondern exponentiell mit fallender Vorlauftemperatur. Der Heizflächenexponent liegt bei klassischen Plattenheizkörpern zwischen 1,25 und 1,35. Ein Typ-33-Heizkörper mit 2.000 W Nennleistung bei 75/55/20 °C liefert bei 45/35/20 °C nur noch rund 920 W (46 %), bei 35/30/20 °C etwa 700 W (35 %). Ein Typ-33-Heizkörper verliert beim Wechsel von 55 °C auf 45 °C Vorlauf etwa 40 % seiner Leistung – dieser Wert ist für die Auslegung entscheidend. Jedes Kelvin niedrigere Vorlauftemperatur verbessert die JAZ um etwa 2–2,5 %; eine Absenkung von 55 °C auf 40 °C steigert sie um rund 30–35 %. Die Verbraucherzentrale nennt als Effizienzgrenze für Wärmepumpen-Eignung eine Vorlauftemperatur unter 55 °C, ideal unter 45 °C. Typ 33 kann bei gleicher Heizkörpergröße eine niedrigere Vorlauftemperatur eher ausgleichen als Typ 22. Typ 22 bleibt jedoch die richtige Wahl für gut gedämmte Gebäude (KfW 40/55), kleine Räume mit geringer Heizlast und Vorlauftemperaturen bis 45 °C. Die Faustregel lautet: Typ 22 ist der Standard, Typ 33 ist die Reserve.

Typ 22 vs. Typ 33 bei Wärmepumpe: Leistungsvergleich in Tabellenform

Die folgenden Werte basieren auf Herstellerdaten und Extrapolationen für identische Baugrößen (600 × 1000 mm) und dienen als Orientierung für die Auslegung.

Tabelle 1: Wärmeleistung bei unterschiedlichen Vorlauftemperaturen (identische Baugröße)

Vorlauf/Rücklauf/Raum Typ 22 (ca.) Typ 33 (ca.) Mehrleistung Typ 33
75/65/20 °C (Norm) 1.000 W 1.350–1.400 W +35–40 %
55/45/20 °C 550–600 W 740–840 W +35–40 %
45/35/20 °C 380–400 W 520–560 W +37 %
35/30/20 °C 270 W 370 W +37 %

Quellenbasis: Datenblatt-Extrapolationen und Herstellerangaben (Kermi, Buderus); Typ 33 liefert bei identischer Baugröße 30–43 % mehr Wärmeleistung.

Tabelle 2: Szenario-Rechnung für den Heizkörpertausch

Ausgangszustand Neuer Zustand Raumleistung (relativ)
Typ 22 bei 65/55/20 °C Typ 33 bei 55/45/20 °C ca. 106 %
Typ 22 bei 60/50/20 °C Typ 33 bei 55/45/20 °C ca. 123 %

In vielen Bestandsfällen kann ein Wechsel von Typ 22 auf Typ 33 bei gleicher Länge und Höhe die niedrigere Vorlauftemperatur der Wärmepumpe vollständig ausgleichen oder sogar überkompensieren. Ein Typ-33-Heizkörper mit 1,0 m² Fläche liefert bei 45 °C Vorlauf etwa 1.800 W, während ein Typ 22 derselben Fläche auf rund 1.200 W kommt – ein Unterschied, der über die Raumbeheizbarkeit entscheidet.

Typ 22 oder Typ 33 bei Wärmepumpe: Die richtige Entscheidung in 5 Schritten

  1. Raumweise Heizlast berechnen (300–600 €, Pflicht für die Förderung und Grundlage jeder Auslegung).

  2. Vorlauftemperatur der geplanten Wärmepumpe im Auslegungsfall prüfen – Ziel: ≤ 45 °C, besser ≤ 40 °C.

  3. Leistung der vorhandenen Typ-22-Heizkörper bei dieser Vorlauftemperatur mit der Heizlast abgleichen (Näherung über Heizflächenexponent und Datenblattwerte).

  4. Bei Unterdeckung: Typ 33 im betroffenen Raum prüfen – gleiche Baugröße, +30–43 % Leistung, ohne die Frontfläche zu verändern.

  5. Hydraulischen Abgleich Verfahren B durchführen (Kosten 750–1.200 €, Verfahren B zusätzlich 400–600 €; Pflicht bei KfW-Förderung).

FAQ: Typ 22 oder Typ 33 bei Wärmepumpe – Die häufigsten Fragen

Reicht Typ 22 für eine Wärmepumpe aus?

In gut gedämmten Gebäuden mit Vorlauftemperaturen ≤ 45 °C oft ja. Bei hohem Wärmebedarf oder einer geplanten Vorlauftemperatur über 50 °C liefert Typ 33 die entscheidende Leistungsreserve.

Was ist der Unterschied zwischen Typ 22 und Typ 33 bei Heizkörpern?

Typ 22 hat zwei Heizplatten und zwei Konvektor-Lamellenreihen, Typ 33 drei Platten und drei Reihen. Typ 33 besitzt mehr Wärmeübertragungsfläche und liefert bei gleicher Baugröße 30–43 % mehr Leistung.

Wie viel Leistung verliert ein Typ-33-Heizkörper bei 45 °C Vorlauf?

Gegenüber der Nennleistung bei 75/55/20 °C etwa 40–54 % – aber weniger als ein Typ 22 unter denselben Bedingungen. Ein 2.000-W-Typ-33-Heizkörper (Normleistung) erreicht bei 45/35/20 °C noch rund 920 W.

Lohnt sich der Austausch von Typ 22 auf Typ 33 für die Wärmepumpe?

Ja, wenn die raumweise Heizlast mit Typ 22 bei der geplanten Vorlauftemperatur nicht gedeckt wird. Der Austausch ist als Umfeldmaßnahme zu einer Wärmepumpe über KfW 458 mit bis zu 46 % förderfähig, als eigenständige Maßnahme über BAFA BEG EM mit 15 % (mit iSFP bis 20 %). Oft reicht der gezielte Tausch einzelner Heizkörper.

Kann ich Typ 33 auch ohne Wärmepumpe einsetzen?

Ja, aber der Vorteil der höheren Wärmeleistung bei niedrigen Temperaturen kommt erst mit einer Wärmepumpe oder einem Niedertemperatur-Heizsystem voll zum Tragen. Bei einer Gas- oder Ölheizung mit hohen Vorlauftemperaturen ist der Unterschied zwischen Typ 22 und Typ 33 für den Komfort geringer, für die Effizienz aber ebenfalls vorhanden.

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